Der deutsche Mittelspitz

oder besser...

 

Warum einen Spitz?

 

Zu der Entscheidung Ihr Leben mit einem Spitz zu teilen, kann ich Ihnen nur herzlich gratulieren!

 

Der Spitz ist eine der ältesten Hunderassen, die wir in Mitteleuropa kennen. Er stammt vom steinzeitlichen Torfhund und dem späteren "Pfahlbauspitz" ab. In Zukunft bereichert lebendige Geschichte Ihren Alltag! 

 

Die FCI-Klassifikation trägt dem auch Rechnung. Der Spitz gehört zur Gruppe 05 - Spitze und Hunde vom Urtyp.

Zahlreiche Hunderassen haben sich aus den Torfspitzen entwickelt. Zum Beispiel Terrier, Pinscher, Schnauzer und natürlich der Spitz wie wir ihn heute kennen.

 

Aber was macht den Spitz so besonders?

 

Spitze sind ganz besonders anpassungsfähig an ihre Umgebung. Es gibt in diesen Rassen eine klar strukturierte Rangordnung, so wird zum Beispiel der jüngste Hund in der Familie beauftragt mit den Welpen zu spielen.  

Wie so viele nordische Hunderassen sind auch deutsche Spitze fröhliche, lebhafte Hunde und zeigen ein charmantes Lächeln. Sie sind vorzügliche Springer und stehen gerne auf den Hinterläufen um zu betteln oder sich zu präsentieren.

Sie sollten nie Anzeichen von Nervosität oder Aggression aufweisen, immer ausgeglichen und zufrieden sein. Diese muntere, wachsame Persönlichkeit, die so viele Jahrhunderte die Herden hütete, hat sich gewandelt und wird heute als Wach- und Familienhund sehr geschätzt.

 

Spitze sind ihrer Familie treu ergeben. Da diese Hunderasse ziemlich rasch lernt, bereitet ihre Erziehung und Ausbildung kaum Probleme. Sie sind weder ängstlich noch aggressiv, sondern aufgeweckt und fröhlich. Fremden gegenüber können sie misstrauisch sein, da ihnen eine gewisse Wachsamkeit angeboren ist. Sie erlernen sehr schnell kleine Tricks, weshalb sie früher auch gerne als Zirkushunde eingesetzt wurden. Sie sind immer bestrebt ihren Menschen zu gefallen. Man sollte allerdings nicht ihren eigenen Kopf unterschätzen. Spitze sind sehr willensstark und versuchen mit vielen Tricks auch ihren Willen durchzusetzen.

 

Ebenfalls klar sollte man sich darüber sein, daß man keinen Schoßhund im eigentlichen Sinne erwirbt. Die Hunde sind sehr wetterunempfindlich und robust. Spaziergängen bei Eis, Schnee und Regen sind sie nicht abgeneigt. Auch ihre Lauffreudigkeit darf nicht unterschätzt werden. Spitze begleiten durchaus ihre Besitzer fröhlich auf Wanderungen über viele Kilometer oder am Fahrrad. Man findet Spitze auch im Hundesport, Agility und Ausdauertrainings. Jagdtrieb haben sie nicht.

Sie rollen sich allerdings auch genauso gerne vor dem Kamin zusammen oder kuscheln mit Hingabe!

 

Im nicht deutschsprachigen Ausland werden die Wolfsspitze auch Keeshond und die Zwergspitze Pomeranian genannt. Im Laufe der Jahre haben sich die Spitze in den verschiedenen Ländern unterschiedlich entwickelt, so daß sich heute der Wolfspitz und der Keeshond, sowie der Zwergspitz und der Pomeranian auch optisch unterscheiden.

 

Aussehen 

 

Spitze haben ein ausgesprochen schönes Haarkleid. Durch die reichliche Unterwolle ist er vor der Witterung bestens geschützt. Auffällig ist der starke, mähnenartige Kragen um den Hals und die buschig behaarte Rute. Diese wird über dem Rücken liegend getragen. Der Kopf erinnert an einen Fuchs, mit den flinken Augen und den spitzen, kleinen, eng stehenden Ohren. Das Alles macht den Spitz so einzigartig in seinem Aussehen! 

 

Auch farblich hat der Spitz einiges zu bieten! Bis auf den Wolfspitz, sind folgende Farben zu finden: Schwarz, Braun, Weiß, Orange, Graugewolkt und andersfarbig. 

 

Die Spitze unterscheiden sich auch in der Größe. Vom Zwergspitz (bis 22cm) bis zum Wolfspitz (bis 60cm), findet sich für den Hundefan die richtige Größe.

 

Besonderheiten & Pflege

                                                              

Das schönste am Spitz ist sein pflegeleichtes Stehhaar mit viel Unterwolle. Das Fell schmutzabweisend und verfilzt normalerweise nicht. Das Fell sollte ganz normal mit der Bürste gepflegt werden. Im Fellwechsel, kämmt man (am Besten) täglich das lose Haar aus. 

Die Haare lassen sich wunderbar aufsaugen, da sie sich nicht in Teppiche oder Möbel stechen.

Gebadet werden sollte der Spitz so selten wie möglich! Er sollte danach trocken gefönt werden. Durch das warme Wasser und Shampoo ist er bis auf die Haut durchnässt. Die Unterwolle kann dann auch bei heißem Wetter bis zu 2 Tage feucht bleiben. Das kann eine Erkältung oder Blasenentzündung verursachen.


Sie sollten Ihren Spitz niemals scheren lassen! Das Fell wächst danach nie wieder normal nach! Der Hund sieht dann sein Leben lang wie von Motten zerfressen aus.  

 

Der Spitz ist ein gesunder Hund und ist eher selten Krank. Bei guter und gesunder Haltung kann er 15 Jahre werden und oft auch älter. Meistens ist er auch im hohen Alter noch fit. Der Spitz ist bislang kein Modehund, was ein Glück für die Hunderasse ist. Massenzüchter finden Sie hier eher selten, sondern große Spitzliebhaber! 

 

Informationen zum Deutschen Mittelspitz

 

Mit einer Schulterhöhe zwischen 30 - 38 cm ist der der Rassevertreter mit der klassischen Spitzgröße. In früheren Jahrhunderten war der Mittelspitz wohl der Standard für den normalen Spitz. Man hielt ihn als Wachhund und traf ihn in allen Gesellschaftsschichten an. Bis in die Gegenwart hat er durch sein keckes und fröhliches Wesen das Image des Spitzes geprägt. Allerdings ist er unbestechlich und verteidigt seine Familie!

Auf alten Gemälden und Illustrationen, sowie in den Werken der klassischen Dichter ist der Spitz von mittlerer Größe verewigt worden. Leider wurde der Mittelspitz nicht immer positiv gesehen. Vor allem bei den Anhängern der Reinzucht und Gründern des Spitzvereins wurde er schief angesehen und offiziell zunächst nicht gezüchtet. Erst im Jahr 1969 hat der Mittelspitz seinen Platz im Standard der Deutschen Spitze erhalten.

 

Nicht zuletzt wegen seiner Historie und seinem tollen Charakter! Der Deutsche Mittelspitz ist ein aufgeweckter und intelligenter Familienhund, der sehr an seinem Besitzer und seiner Familie hängt. Sein Umgang mit Kindern und anderen Hunden gilt als vorbildlich!

 

Gefährdungsgrad

 

Der Mittelspitz ist in der Kategorie II (stark gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

 

Gedanken zur Haltung und Zucht

 

Der Spitz ist ein fröhlicher und lernfreudiger Hund. Für ihn gibt es nichts schöneres als mit seiner Familie zusammen zu leben. Wie für alle Hunde ist deshalb auch die Zeit beim Züchter sehr wichtig für den Junghund! Die erforderlichen Grundlagen für das zukünftige Leben als Familienhund werden hier gelegt! Viel Zuwendung, Erziehung und Vorbereitung auf den Alltag mit Geräuschen, Autos, Kinder usw. gehören dazu.

 

Diese Prägung hat kein Hund aus dem Warenhaus oder einer Tierhandlung und schon gar kein Welpe aus den Qualzuchten im Ausland!

Hier ist der Welpe nur ein seelenloser Konsumartikel, der möglichst viel Geld bringen muß! Es wird auf jegliche medizinische oder sonstige Vorsorge verzichtet um den Profit zu erhöhen! Die Hündinnen werden auf das brutalste ausgebeutet und wie Wegwerfartikel behandelt! Natürlich wird hier nicht auf Erbkrankheiten geachtet!  

 

Bitte kaufen Sie solche Welpen nicht. Sie werden zu früh von ihren Müttern und Geschwistern getrennt und können sich nur schwer von so einem seelischen Schaden erholen. Oftmals wachsen sie als erwachsene Tiere zu schlimmen Angstbeissern heran. Das wird Ihnen und Ihrer Umgebung keine Freude bereiten. Das Geld, daß Sie hier sparen, legen Sie später für Tierärzte etc. wieder drauf.

 

Unterstützen Sie das auch nicht aus Mitleid! Darauf spekulieren die Hundevermehrer und das Leid geht weiter.

 

Ein gesunder Welpe von einem Züchter hat seinen Preis! Und die allgemeine Ansicht, daß Züchter sich damit eine goldene Nase verdienen ist schlichtweg falsch. Die Aufzucht, Ausbildung, gesundheitlichen Untersuchungen und Ausstellungen verschlucken viel Geld bis eine Hündin zur Zucht zugelassen ist und den ersten Wurf haben darf. Es gelten strenge Vorschriften zum Schutz der Hunde!

 

Der Mittelspitz ist ein angenehmer Hund auch für die Stadtwohnung. Jedoch braucht er seine regelmäßige Bewegung im Freien um gesund und glücklich zu bleiben.

Hundehaltung ist daher auch eine Platz- und Zeitfrage. Unsere Spitze sind sehr langlebig, planen Sie mit ein, daß Sie für sehr lange Zeit einen treuen Gefährten haben. Auch Hunde werden älter und bedürfen irgendwann unserer Pflege. Können Sie den Hund dann gegebenenfalls tragen? Bei Mittelspitzen mit einem Gewicht bis zu ca. 10kg meist kein allzu großs Problem.

 

Informieren Sie sich auch beim VDH - Verband für das Deutsche Hundewesen nach Spitzzüchtern. Auch wir sind natürlich Mitglied im VDH und dem dort angebundenen Verein für Deutsche Spitze e.V..